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ResearchbloggingBastian sagt:

Normalerweise heisst es ja immer dass es ganz toll ist wenn man bilingual ist. Man kann sich mit potentiell mehr Menschen verständigen und vor allem hat man ein viel größeres Repertoire an Schimpfwörtern als monolinguale Mitmenschen. Doch nach einer Studie von Treccani & Argyri der Universität Edinburgh kann es unter bestimmten Bedingungen auch Nachteile haben wenn man bilingual aufgewachsen ist.

Und zwar betrifft es das sogenannte “Negative Priming”. Dabei geht es darum ein Ziel zu erkennen wenn an der Stelle des Ziels vorher ein falscher Köder lag. Um das ganze mal etwas klarer zu machen hier die Bilder aus der Publikation.

Bild 3Bild 1

Das X ist das eigentliche Ziel während das O der Köder ist. Beim negativen Priming geht es also darum dass an der Stelle an der zuvor das O war das X auftaucht, wie beispielsweise im rechten Bild zu sehen.

Dieses lustige “Finde das X” hat man nun mit 2 Gruppen gespielt. Einmal mit Leuten die monolingual aufgewachsen sind und dann mit Menschen die bilingual aufgewachsen sind.

Bild 4
Die spannenden Linien sind die durchgehend schwarzen. Die untere zeigt an wie die beiden Gruppen im Mittel abschnitten wenn kein negatives Priming stattgefunden hatte. Während die obere Linie anzeigt wenn wie oben erklärt getauscht wird. Dabei zeigen sich recht eindeutige Ergebnisse: Wenn es um nicht-geprimte (oder wie auch immer man das nicht ordentlich übersetzt) Ereignisse geht liegen die bilingualen Testpersonen klar vorne. Bei den geprimten Versuchen kehrt sich das Bild aber ins Gegenteil um. Hier haben die monolingualen Teilnehmer die Nase klar vorne.

Wieso? Keine Ahnung, aber immerhin hat man als langweiliger Mensch der nur mit seiner Muttersprache aufgewachsen ist auch manchmal gewonnen!

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